Bikeferien 2017 – Naturns, Vinschgau

Schon fast zur Gewohnheit geworden, verbringen wir unsere Ferien hauptsächlich mit Biken und fahren dazu bereits seit einigen Jahren immer wieder ins Südtirol, jedoch jedes Jahr in eine andere Region. In diesem Jahr haben wir uns für den Vinschgau entschieden, eine Bike-Region, über die in allen Fachzeitschriften und Blogs immer wieder sehr viel zu lesen ist. Ob die Bike-Region das hält, was sie verspricht, davon wollten wir uns einmal selbst überzeugen.

Wir sind ja bekanntlich Genuss-Biker, und das ist auch der eigentliche Grund, warum wir in unsere Ferien jeweils die Mountainbikes mitnehmen, denn würden wir in den Ferien keinen Sport betreiben, kämen wir aus dem Südtirol nach Hause wie Reiner Calmund… 🙂

 

Das Hotel: DolceVita Hotel Lindenhof, Naturns

Das finden eines passenden Hotels für uns ist Resultat monatelanger Evaluation mit vielen Vergleichen der besten Hotels der Region im Internet. Für uns sind nicht nur Bike-relevante Infrastruktur massgebend sondern auch (…oder vor allem…) die Zimmer/Suiten, die Küche und die Umgebung (…Genuss-Biker eben… 🙂 ). Nach unseren Ferien können wir sagen, dass das Hotel Lindenhof hier nicht nur mit erwähnter Bike-Infrastruktur glänzt, obwohl der Schwerpunkt auch oder eher auf den Rennvelo-Fahrern liegt, sondern auch mit den Suiten (obwohl für diese eine Sanierung sicher nicht falsch wäre…) und vor allem mit dem Essen, aber auch der Freundlichkeit des Personals in allen Belangen und der gesamten Infrastruktur, die keine Wünsche offen lässt! Würden wir uns erneut für Bike-Ferien im Vinschgau entscheiden, kämen wir am Hotel Lindenhof, dass im Übrigen einen grösseren Umbau im nächsten Jahr plant, nicht vorbei!

DolceVita Hotel Lindenhof

 

Die Bike-Region: Der Vinschgau

In praktisch allen Bike-Fachzeitschriften und -Blogs ist über die Bike-Region Vinschgau sehr viel positives zu lesen. Nicht zu letzt dieser Umstand hat auch uns dazu bewogen, diese Bike-Region mit unseren ganz speziellen Wünschen und Ansprüchen heim zu suchen! Der Vinschgau ist von der Schweiz her auch gut erreichbar: Über die beiden Pässe Flüela und Ofen ist man im Nu im Vinschgau und hat somit schon mal ein ziemlich entspannte Anreise.

Wir suche nicht in erster Linie die geguideten Bike-Gruppen, sonder gehen viel lieber selbst auf Entdeckungstour, wozu natürlich in erster Linie gutes Kartenmaterial, am besten noch mit Touren-Vorschlägen bestückt, notwendig ist. Und dieses gibt es für den Vinschgau in rauen Mengen! Wir statten uns schon im Vorfeld mit Supertrail-Map, Singeltrail-Map und reichlich Informationen aus dem Internet aus und finden auch im Hotel noch zusätzliches Karten-Material und viel Tourenvorschläge. Da ist der Ausdruck „Qual der Wahl“ wirklich nicht übertrieben, zumal wir „nur“ 8 Tage zur Verfügung haben! Und das beste an der ganzen Geschichte: Sowohl die Uphills als auch sämtliche „offiziellen“ Trails sind vorbildlich beschildert! Hierfür gibt es von uns ein glatte 6! (…ist bei uns in der Schweiz die beste Note..! 🙂 )

Radweg Via Claudia Augusta

 

Die Touren:

Auch wetterbedingt haben wir unsere Touren jeweils von Tag zu Tag geplant und wie bereits erwähnt konnten wir hierbei aus dem Vollen schöpfen und die Touren jeweils sowohl dem vorherrschenden Wetter aber auch unserer jeweiligen Tagesform anpassen. Und für fast alle Touren war uns die Etschradroute an der Via Claudia Augusta, die durch den gesamten Vingschau vom Reschenpass nahtlos bis nach Meran führt, grösstenteils asphaltiert ist und meistens den Radfahrern jeglicher Coleur vorbehalten ist, ein sowohl komfortabler wie willkommener Zubringer. Und der Vinschgau ist vor allem von zweierlei geprägt: Die endlosen Apfel-Plantagen, die fast den gesamten Vinschgau unten im Tal durchziehen, und beidseits steil aufragende Berge, im Norden (durchwegs Sonnenberg genannt) noch fast steiler als im Süden (…durchwegs Nörderberg genannt; wieso auch immer…). Über jene Berge im Süden verbindet die Meraner Highline durchgehende vom Vigiljoch bis zur Marzoner Alm diverse Almen und vor Allem viele Einstiege in diverse Trails. Und diese Berge, Trails, aber auch das Tal wollten wir mit dem Mountainbike erkunden.

Dies führte uns dann zu den folgenden Touren:

Tag 1:  Einrollen zum Schloss Juval, das Schloss von Reinhold Messner

Tag 2:  Bergstation Unterstell am Sonnenberg von Naturns

Tag 3:  Marzoner Alm und runter auf dem Lupo-Trail

Tag 4:  Zum Marmor-Bergwerk nach Laas

Tag 5:  Latscher Alm und runter auf dem Roatbrunn-Trail

Tag 6:  Ruhetag (…machen die bei der Tour de France auch mal zwischendurch… 😉 )

Tag 7:  Zum Vigiljoch und über den Seespitz hinunter

Tag 8:  Shopping-Tour über Naturns, Tschirland, Tabland nach Staben und zurück

Wie gewohnt sind die einzelnen Posts der Touren jeweils mit vielen Bildern, Zusatzinformationen und wie immer am Ende mit Touren-Details und mit GPX-Datei als Download versehen.

 

Fazit:

Der Ruf des Vinschgau als Bike-Region verspricht viel, sehr viel sogar, wenn man dies mit anderen Bike-Regionen vergleicht. Aber, dies können wir mit gutem Gewissen unterstreichen, die Bike-Region hält in jeglicher Hinsicht was sie verspricht: Es hat für jeden etwas, sei es nur als Radwanderer auf der Etschradroute entlang der Via Claudia Augusta, oder diverse Trails jeglichen Schwierigkeitsgrades, mit Aufstiegshilfen, aber auch vielfältige Touren, bei denen sowohl die Uphills als auch die Downhill-Trails vorbildlich beschildert sind und in den Dokumentationen ausführlich und treffend beschrieben sind. Und nicht zuletzt finden sich im gesamten Vinschgau viele gute Hotels, die vielfach auf bikende oder radfahrende Gäste sehr gut eingestellt sind und eine entsprechende Infrastruktur zur Verfügung stellen.

 

(Wichtig: Alle oben aufgeführte Beschreibungen basieren auf unseren subjektiven Erfahrungen und sind ohne Gewähr, aber verfasst nach bestem Wissen und Gewissen! Die verlinkten Webseiten wurden von uns ebenso subjektiv ausgewählt und weder gesponsert noch durch anderweitige Zuwendungen erkauft!)

 

Der Vinschgau

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