Roeckl Mayo (Testbericht)

Biken ohne Handschuhe? …für mich unvorstellbar. Hat man sich einmal an die schützenden Überzieher gewöhnt, kann man sich eine Ausfahrt ohne gar nicht mehr vorstellen. Denn Handschuhe schützen die Hände nicht nur beim Kontakt mit den Lenkergriffen oder bei der Betätigung der diversen Schalter und Shifter, sondern auch gegen allzu aufdringliches Grünzeug, dass den Handrücken bei forschem Riden durchs Unterholz zu Leibe rücken, und nicht zu letzt bei Stürzen auf steinigem oder sonstigem Untergrund. Bike-Handschuhe sind für mich Verbrauchs-Material und werden mindestens einmal pro Jahr ausgewechselt. Und vor allem aus oben bereits erwähnten Gründen kommen für mich auch nur lange Handschuhe in Frage.

Roeckl Mayo

Der Mayo aus dem traditionsreichen Münchner Hause Roeckl Handschuhe (Roeckl Sports) ist einer von vielen Kandidaten aus diesem Segment. Der Roeckl Mayo aus dem Roeckl Fahrradhandschuh Sortiment wurde mir von HandschuheDeluxe zur Verfügung gestellt und musste sich unter härtesten Bedingungen meinen hohen Anforderungen stellen.

Handschuhe Deluxe

Roeckl Mayo

Anhand des Beipackzettels kommt der Roeckl Mayo mit nicht weniger als 6 innovativen Features daher, von der Gel-Polsterung der Handflächen über durchbräunendes Obermaterial bis zu der heute üblichen Touchscreen-Kompatiblität. Beim ersten Anziehen fällt der Mayo durch eine wirklich angenehme Passform auf, keine Naht oder dergleichen im Inneren des Handschuhes stören und auch der Handinnenbereich fühlt sich angenehm an. Dieser Eindruck verstärkt sich auch beim Ergreiffen der Lenkergriffe und auch bei allen Betätigungen der sämtlicher Schalter und Shifter. Und gerade an heissen Tagen lässt das doch recht durchlässige Material auf dem Handrücken genügend Kühlung zu. Das Traggefühl ist also schon mal sehr gut, und das Bild trübt sich auch im Toureneinsatz kaum, der Roeckl Mayo sitzt einwandfrei.

Roeckl Mayo in Action

Da heutige Smartphones mit Fingerabdruck-Sensor entsperrt werden, hilft hierbei die Touchscreen- Kompatibilität naturgemäss eher weniger, zumal auch der Versuch mit dem Handschuh auf dem Smartphone ein Foto zu schiessen darin endet, dass gleich die Serienbild-Funktion eine ganze Reihe Fotos schiesst, werde ich auch zukünftig zum Fotografieren mit dem Smartphone den Handschuh kurz ausziehen. Und hier zeigt sich, dass der Roeckl Mayo in dieser Disziplin keine Spitzenwerte bietet: Aufgrund des flexiblen Materials ist ein Zurechtzupfen beim schnellen Wiederanziehen unumgänglich, was mindestens für mich gewöhnungsbedürftig ist, normalerweise aber kein grosses Hindernis darstellen sollte.

Naturgemäss zeigt sich die weisse Gewebefarbe, gerade bei Touren durch nasse Gebiete, etwas verschmutzungsanfällig: Der fast jungfräulich weisse Handschuh ist nach kürzester Zeit nicht mehr ganz so weiss. Hier ist es gut zu wissen, dass der Handschuh, unter Einhaltung der für sportliche Funktionsbekleidung üblichen Bedingungen, bei 30° gewaschen werden kann. Und positiv stellt sich heraus, dass die Passform des Handschuhs nach dem Waschgang noch immer die selbe ist, und er ist auch fast wieder so weiss wie vorher… 😉

Roeckl Mayo
Der Roeckl Mayo nach dem Waschen

Für die Sommertour ist der Roeckl Mayo als Bikehandschuh also durchaus sehr empfehlenswert und zeigt, zumindest nach mehreren Touren, auch in hartem, hochalpinem Gelände bislang wenig bis gar keine Abnützungserscheinungen. An kälteren Tagen greife ich dann aber doch lieber auf wärmere Handschuhe zurück.

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