Val di Sole: Bolentina und 119er Trail

Für den zweiten Tag in unseren Bike-Ferien im Val di Sole haben wir uns eine individuelle Tour am nördlichen, deutlich steileren Hang des Tales zusammengestellt. Und diese schickt uns bereits kurz nach dem Start bei unserem Hotel in einen steilen, nein, sehr steilen Anstieg hoch nach Mestriago und noch steiler, aber nicht mehr befestigt weiter dem Waldrand entlang hoch… bis es nicht mehr weiter geht! Der Weg verschwindet im Dickicht und dahinter ein Bach ohne wirklich machbaren Übergang und dahinter noch mehr urwaldähnliches Dickicht… Eine Sackgasse! Da entschliessen wir uns doch besser, die Hälfte wieder hinunter zu fahren, einen gesicherten Übergang zu wählen und auf einem schmalen Trail wieder hoch zur ersten Alm.

...get up!

GravityBienchen im Dickicht

Brücke

Es ist heiss heute, was unter anderem dazu führt, dass wir bereits bei dieser ersten Alm, wir sind noch keinen Kilometer gefahren (!) unsere Bidons auffüllen… auch wenn es jetzt erst einmal etwas flacher auf einem Waldweg weiter geht nach Deggiano.

Fill up your bottle

Bold with a sight

On the alp

Der Weg nach Deggiano, zwischenzeitlich recht abenteuerlich, birgt aber immer wieder ganz fiese Steigungen, die bei den heissen Temperaturen ganz ordentlich an der Substanz zerren… egal, wir sind ja gerade erst einmal knapp eingefahren und verfügen noch über genügend Körner um (fast) alle Steigungen im Sattel zu bewältigen. Und in Deggiano weist uns eine freundliche ältere Dame auf dem Balkon ihres Hauses den Weg weiter nach Montès, obwohl wir uns nicht ganz sicher sind, ob Sie unsere in sehr gebrochenem Italienisch gestellte Frage wirklich verstanden hat… Aber wir finden den richtigen Weg, der uns auf einem Forstweg wiederum etliche fiese Steigungen in den Weg stellt, bis wir an einem schönen Ort mit Aussicht finden, dass hier der ideale Ort für eine kurze Pause ist! Und wir geniessen den kurzen Break und die Aussicht ins Val di Sole und hinunter nach Dimaro.

Bienchen with a sight

Val di Sole

Dimaro

Und weiter geht’s: Der Forstweg ist irgendwann zu Ende und geht in einen Trail über: Da kommt Freude auf, die sogleich bei den einen wieder etwas verfliegt ob der teilweise recht abenteuerlichen Wegführung! Der Weg ist aber meist fahrbar, es geht immer noch mehrheitlich aufwärts, und spuckt uns im verschlafenen Kaff Montès wieder aus!

GravityBienchen on da trail

Trail, well prepared!

Trail to Montès

In Montès lädt der Dorfbrunnen mehr als dazu ein, nur simple die Bidons aufzufüllen (…es ist wirklich heiss…!), nein, von diesem Dorfbrunnen aus hat man eine ganz tolle Aussicht ins untere Val die Sole, hinunter nach Malé und hoch zum Passo Campo Carlo Magno. Toll!!

Dorfbrunnen in Montès

Proceed and be bold!

Kirche von Bolentina

Von Montès aus führt ein steiles, nein ein sehr steiles Asphaltsträsschen hoch zur Kirche von Bolentina, von der man nun wirklich nicht behaupten kann, das sie mitten im Dorf steht…. aber trotz alle dem ein wahrer Wallfahrtsort sein muss.

Auf einem Forstweg geht es von Bolentina meist flach weiter durch den Wald, bis wir auf eine Lichtung mit einer Weg-Abzweigung gelangen: Der Weg Nr. 119 hinunter nach Malé, und den Karten nach zu urteilen, muss dieser Weg hinunter führen, und wie, dass wollen wir gleich jetzt erkunden!:

Get into the trail no 119

The 119er Trail!

Da Trail!

Und eines ist bereits nach wenigen Metern auf dem Trail klar: Da haben wir uns wieder eine Trail-Perle ausgesucht, die uns ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert: Ein toller Waldtrail mit viel Flow, aber immer wieder mit ein paar kleinen technischen Knacknüssen gespickt, verleitet aber immer wieder dazu, die Bremse ganz lange offen zu lassen… (…wer später bremst, ist länger schnell! 😉 )!!

GravityBienchen in Action

GravityMarc in Action

Super Trail

Nur ein ganz kurzes Stück müssen wir die Bikes kurz buckeln und über noch nicht weggeräumte Bäume und Äste, die der letzte Sturm hinterlassen hat balancieren. Das sind aber nur ein paar Meter, dann geht es wieder rasant weiter bis hinunter nach Malé.

Hindernis

....the trail goes on!

GravityBienchen

Und in Malé rollen wir gemütlich durch das kleine, schmucke Städtchen, und enden in einer Gelateria, wo wir uns eine fette Gelato und ein Bierchen genehmigen… bevor wir auf dem Val di Sole Radweg über Dimaro wieder zu unserem Hotel gelangen, wo wir den angedrohten Regenguss vom trockenen Hotelzimmer aus betrachten und uns am Abend Alessandro bereits mit einem kühlen Drink an der Bar erwartet!!

Gelato con birra!!

Regenguss

Fine drinks at the bar!

Ok, wir geben es zu: Die Tour und die Trails heute waren noch besser als jene von gestern, vom ersten Tag; Der/Die Tourenausknobler dürfen bleiben!! 😉

volle Distanz: 21.7 km
Maximale Höhe: 1292 m
Gesamtanstieg: 910 m
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